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Förderverein
der Paul-Klee-Schule · Düsseldorf
Der Namenspatron unserer Schule

Paul Klee

1879 – 1940

Maler, Zeichner, Musiker, Lehrer. Einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts — und zwei Jahre lang Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, bis die Nationalsozialisten ihn 1933 aus der Stadt vertrieben.

Unsere Schule trägt seinen Namen. Die drei bunten Bögen im Schullogo kommen aus einem seiner bekanntesten Bilder. Diese Seite erzählt, wer er war, was das Bild bedeutet und wo man seine Werke in Düsseldorf sehen kann.

Drei bunte Brückenbögen in Gelb, Orange und Rot, die auf Beinen aus der Reihe treten — das Motiv aus dem Logo der Paul-Klee-Schule
Das Motiv unseres Schullogos
Drei Bögen, die gehen
Ein Leben

Biografie

Paul Klee hat rund 10.000 Werke hinterlassen — Aquarelle, Zeichnungen, Ölbilder, oft klein, oft kaum größer als ein Blatt Papier. Er war zugleich Lehrer und schrieb seine Form- und Farblehre so genau auf, dass sie bis heute unterrichtet wird.

  1. 1879
    Geboren bei Bern

    Paul Klee kommt am 18. Dezember in Münchenbuchsee bei Bern zur Welt. Der Vater, Hans Wilhelm Klee, ist Musiklehrer und Deutscher; die Mutter, Ida Maria Frick, ist Sängerin und Schweizerin. Über den Vater ist Klee deutscher Staatsbürger — ein Detail, das am Ende seines Lebens noch wichtig wird.

  2. ab 1898
    Studium in München

    Zuerst an der privaten Zeichenschule von Heinrich Knirr, dann an der Akademie. Klee zeichnet, radiert und spielt Geige — Musik bleibt sein Leben lang die zweite Sprache seiner Kunst.

  3. 1911
    Der Blaue Reiter

    Klee findet Anschluss an Wassily Kandinsky, Franz Marc, August Macke und Gabriele Münter. Aus der Zeichnung wird Malerei.

  4. 1914
    Die Reise nach Tunesien

    Im April fährt Klee mit August Macke und Louis Moilliet nach Tunesien. Das Licht Nordafrikas verändert alles. In Kairouan schreibt er den Satz, der seitdem in jedem Buch über ihn steht.

    „Die Farbe hat mich. […] Ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“
    Tagebucheintrag, Kairouan, April 1914
  5. 1921–1931
    Lehrer am Bauhaus

    Zehn Jahre unterrichtet Klee am Bauhaus, erst in Weimar, dann in Dessau. Fast die Hälfte seines Werks von rund 10.000 Arbeiten entsteht in dieser Zeit. Seine Unterrichtsnotizen zur Form- und Farblehre werden selbst zu Kunst.

  6. 1931
    Professor in Düsseldorf

    Klee verlässt das Bauhaus und nimmt eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf an. Er wohnt und arbeitet in der Stadt, in der heute eine Grundschule seinen Namen trägt.

  7. 1933
    Entlassung und Flucht

    Im April entlassen ihn die Nationalsozialisten fristlos. Seine Kunst gilt als „entartet“, sein Haus wird durchsucht. Ende 1933 verlässt Klee Deutschland und geht zurück nach Bern.

  8. 1935
    Die Krankheit

    Erste Anzeichen der Sklerodermie, einer Erkrankung, die das Bindegewebe verhärtet. Sie wird ihn nicht mehr loslassen.

  9. 1937
    „Revolution des Viadukts“

    Im selben Jahr, in dem die Nationalsozialisten die Ausstellung „Entartete Kunst“ zeigen, malt Klee die Brückenbögen, die aus der Reihe treten. Das Bild wurde zum Zeichen seines Widerspruchs — und zum Motiv unseres Schullogos.

  10. 1939
    Das größte Jahr

    Schwer krank schafft Klee in einem einzigen Jahr 1253 Werke. Die Hand wird steifer, die Striche werden breiter und zeichenhafter.

  11. 1940
    Gestorben in Muralto

    Am 29. Juni stirbt Paul Klee in Locarno-Muralto. Sechs Tage später, am 5. Juli, wird sein Antrag auf die Schweizer Staatsbürgerschaft bewilligt. Er erfährt es nicht mehr.

Die Sammlung in unserer Stadt

Paul Klee im K20

Düsseldorf besitzt eine der bedeutendsten Klee-Sammlungen der Welt — und sie steht am Anfang des ganzen Museums. Ohne Paul Klee gäbe es die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen nicht.

  1. 1960
    Das Land kauft 88 Werke

    Nordrhein-Westfalen erwirbt 88 zentrale Arbeiten Paul Klees aus der Sammlung des Stahlindustriellen G. David Thompson in Pittsburgh. Der Ankauf war mehr als eine Erwerbung: Dasselbe Land, aus dessen Hauptstadt Klee 1933 vertrieben worden war, holte sein Werk zurück.

  2. 1961
    Eine Stiftung entsteht

    Ein Jahr später wird in Düsseldorf die Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gegründet. Werner Schmalenbach wird Gründungsdirektor und baut die Sammlung in 28 Jahren auf.

  3. 1986
    Das Haus am Grabbeplatz

    Das K20 mit seiner schwarzen Granitfassade öffnet am Grabbeplatz. 2010 kommt ein Erweiterungsbau dazu.

  4. heute
    135 Werke

    Das K20 bewahrt heute 135 Arbeiten von Paul Klee. Die Inventarnummern beginnen bei 0001 — sie waren der erste Besitz des Hauses. Welche davon gerade hängen, wechselt.

Für einen Besuch
Adresse
K20 am Grabbeplatz, Grabbeplatz 5, 40213 Düsseldorf
Anfahrt
U-Bahn bis Heinrich-Heine-Allee, von dort wenige Minuten zu Fuß
Geöffnet
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr, montags geschlossen. Jeden ersten Mittwoch im Monat bis 22 Uhr.
Eintritt
Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. Die Preise für Erwachsene ändern sich; sie stehen aktuell beim Museum.
Zur Kunstsammlung NRW

Für Kinder ist Klee ein dankbarer erster Museumsbesuch: Seine Bilder sind klein, farbig und voller Zeichen, die man erkennen kann — Pfeile, Fische, Monde, Gesichter. Man muss nichts über Kunst wissen, um etwas zu sehen.

Eine Schule, die den Namen eines Künstlers trägt, den man aus dieser Stadt vertrieben hat, trägt auch dessen Geschichte. Die drei Bögen im Logo erinnern daran, dass es gut ausgehen kann, wenn nicht alle gleich sind.